Statements der Vorstände

Prof. Christoph Josten und Dr. Robert Jacob, Vorstände Universitätsklinikum Leipzig

2024 stand auch am UKL im Zeichen von Umbrüchen. Wir haben mit zwei Tarifeinigungen sowohl für die ärztlichen als auch die nicht-ärztlichen Beschäftigten wichtige Rahmenbedingungen für die weitere Sicherung der Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen, unter anderem durch eine Reduzierung der wöchentlichen Regelarbeitszeit. Weitere Angebote wie ein Jobrad sowie Zeitwertkonten folgen in 2025. Zudem haben wir in 2024 ein eigenes Team mit der Aufgabe der Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte etabliert. Damit arbeiten wir weiter daran, dass UKL im Wettbewerb um Fachkräfte gut und erfolgreich zu positionieren und so die Erfüllung unserer gesellschaftlichen Aufgabe absichern zu können.

Mit der Fertigstellung des 1. Bauabschnitts unserer Zentralen Notaufnahme wurde die Grundlage für eine bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in einer extrem wichtigen Einrichtung unseres Klinikums geschaffen. Lungentransplantationen konnten in Kooperation mit dem Leipziger Herzzentrum erfolgreich etabliert werden. Beide Projekte reihen sich ein in die Riege von Innovationen, die wir in den zurückliegenden Monaten als Weiterentwicklung unseres medizinischen Leistungsspektrums eingeführt haben.

Gleichzeitig wurden am UKL die Weichen für die Umstellung des klinischen Arbeitsplatzsystems gestellt. Dieser Wechsel stellt einen tiefen Eingriff in die IT-DNA des Klinikums dar und wird uns in den kommenden Jahren stark beschäftigten. Mit der Entscheidung für das System M-KIS haben wir die Grundlage für einheitliche und durchgehend digitalisierte klinische Prozesse geschaffen. Dieses Projekt ist das entscheidende der kommenden zwei Jahre und wird unseren Alltag maßgeblich prägen.

Zusammen mit der Vielzahl weiterer aktuell laufender Digitalisierungs-Projekte wurde so ein großer Modernisierungsschub auf den Weg gebracht. Auf dieser Basis sehen wir uns nun gut dafür gerüstet, das UKL in allen Bereichen weiter voranzubringen.

Herausfordernd bleibt unsere angespannte wirtschaftliche Situation. Die überdurchschnittlichen Personal- und Sachkostensteigerungen stellen uns vor eine komplizierte Aufgabe. Hinzu kommt eine Vielzahl dringend notwendiger Investitionen in IT, Bau und Medizintechnik. In 2024 konnte diese nur dank Einmaleffekten mit einem positiven Jahresergebnis für das UKL gelöst werden. Eine dauerhafte Korrektur der finanziellen Schieflage in der bundesdeutschen Universitätsmedizin ist auf diesem Wege aber auch für uns nicht zu erwarten.